ESC 2012 – Meine Favoriten für Baku

Heute Abend ist es soweit. Das Finale des Eurovision Song Contest 2012 findet in Baku statt. Zeit, sich die Teilnehmer etwas genauer anzusehen. Entscheidend ist natürlich die tatsächliche Performance am Abend, die ordentliches Gewicht auf die letztendliche Platzierung haben dürfte. Ich habe trotzdem mal just for fun eine kleine, persönliche Auflistung gemacht, welchen Songs ich gute Chancen einräume in den Top10 zu landen. Bei dem ein oder anderen halte ich sogar eine Top5-Platzierung für sehr wahrscheinlich. Ich bin gespannt und freue mich auf später!



Schweden: Loreen – Euphoria

Die Schwedin Loreen mit ihrem Knaller-Song „Euphoria“ ist meine persönliche Favoritin. Weshalb, hatte ich ja bereits an anderer Stelle geschrieben. Toller Ohrwurm-Dancesong! Top3 – mindestens!



Zypern: Ivi Adamou – La La Love

Ebenfalls ein absoluter Ohrwurm! Die 18-jährige Ivi hat durch eine X-Factor-Teilnahme schon einmal Bühnenluft schnuppern dürfen. Mir persönlich sind leider live einige schiefe Töne aufgefallen. Die Top10 sollten mit „La La Love“ dennoch machbar sein. Und auch wenn es nicht zum Sieg reicht, liegt hier mit Sicherheit ein Anwärter für den Sommerhit 2012 vor uns.



Spanien: Pastora Soler – Quédate Conmigo (Stay With Me)

Spanien singt spanisch! In der eigenen Landessprache zu singen ist ja nicht mehr selbstverständlich. Und Pastora Soler hat eindeutig einer der besten Stimmen im Wettbewerb. Quédate Conmigo ist eine regelrechte Power-Ballade, die bei dem ein oder anderen sicherlich Gänsehaut erzeugt. Eine unfassbar gute Sängerin und ein toller Song sind beste Voraussetzungen für eine Platzierung in den Top5!



Dänemark: Soluna Samay – Should’ve known better

Die 22-jährige Soluna hat nicht deutsche und schweizer Wurzeln, sondern tritt zudem mit einem großartigen Pop-Song an. Auch wenn mich die Uniform als Bühnenoutfit ein wenig irritiert, kann die sympathische Dänin sich sicherlich weit vorne platzieren. Aufgrund des „Gesamtpakets“ halte ich sogar die Top5 für möglich.



Vereinigtes Königreich: Engelbert Humperdinck – Love Will Set You Free

Ein Weltstar will es nochmal wissen. Seine Erfolge liegen zwar schon ein paar Jahrzehnte zurück, Love Will Set You Free ist aber eine schöne Ballade, die Engelbert gute Chancen auf einen der vorderen Plätze einräumt. Begleitet wird er allein von einer Akustikgitarre und ein paar Streichern im Hintergrund. Wenn die Leute gute Musik zu schätzen wissen und Engelbert nicht allein an seinem Alter definieren, sollte er es in die Top 10 schaffen!



Italien: Nina Zilli – L’Amore È Femmina (Out Of Love)

Den ESC gewinnt nicht zwangsläufig der beste Song oder die beste Sängerin. Das ist schade, denn ansonsten müsste Nina Zilli definitiv in die Top3 kommen. Dies wird er italienische Beitrag aber wohl leider nicht schaffen. Zumindest würde es mich wundern, wenn Europa für L’Amore È Femmina anruft. So schön der Song auch ist, für die Mehrheit dürfte er zu langweilig sein. Streckenweise könnte der Song auch als Soundtrack für einen Bond-Film taugen, auch wenn er dafür ruhig etwas düsterer und spannender sein könnte. Für die Top10 dürfte es aber reichen.



Deutschland: Roman Lob – Standing Still

Unser Roman Lob peilt ebenfalls die Top10 an. Durchaus realistisch, aber keineswegs sicher. Für einen Sieg wird die von Jamie Cullum geschriebene Nummer Standing Still definitiv nicht reichen. Standing Still finde ich persönlich nicht so aufregend, dennoch bleibt es ein guter Popsong. Zudem ist Roman Lob ein Schwiegermuttertyp und Mädchenschwarm, sodass wir letztendlich wohl mit einem akzeptablen Ergebnis rechnen dürfen.



Frankreich: Anggun – Echo (You And I)

Die Grande Nation will mit einer schnellen Dancenummer gewinnen, die einen leichten militärischen Einschlag hat. Dennoch sehr poppig und absolut charttauglich. Ich kann die Zuschauer schwer einschätzen, ob sie auf sowas noch Lust haben. Da es aber ein Gute-Laune-Song ist, kann ich mir eine Top10-Platzierung durchaus vorstellen.



Irland: Jedward – Waterline

Ja, und dann gibt es da noch die Wiederholungstäter aus Irland. Bereits im letzten Jahr traten die aus X-FactorUK bekannten Zwillinge John & Edward an. Auf der Bühne springen sie wie Flummis und nerven mich persönlich total. Allerdings ist Waterline ein recht guter Popsong und (leider ;)) können die beiden auf eine große Fangemeinde zählen. Diese beiden Faktoren machen sie deshalb zwangsläufig zu Kandidaten für die Top10.



Russland: Buranowsku Babuschki – Party For Everybody!

Die russischen Gaga-Omas sind schräg, schrecklich und verdammt unterhaltsam. Guildo Horn und Stefan Raab haben es vorgemacht, wie der Gesangswettbewerb ordentlich auf die Schüppe genommen werden kann. Das kommt beim Publikum an. Und so würde es mich nicht wundern, wenn der Partysong gerade wegen der absurden Bühnenperformance der etwas altersangeschlagenen Großmütter viele Sympathien und damit Anrufe gewinnt. Musikalisch ist der Song aber mehr Grütze als Gewinn.



Slowakei: Max Jason Mai – Don’t Close Your Eyes (muss sich noch im Semifinale qualifizieren)

Ein absoluter Power-Song. Sehr rockig und stellenweise positive Aggressivität. Der langhaarige Max Jason Mai dürfte damit die etwas härteren Musikfans ansprechen. Wenn davon genug zuschauen, oder das ESC-Publikum vor lauter Balladen und Pop-Songs wegdöst, hat auch die Slowakei gute Chancen in die Top10 zu springen. Problematisch könnte der Live-Gesang sein. Zumindest im Semifinale waren stimmliche Schäwchen zu erkennen.



Norwegen: Tooji – Stay

Mit Stay und dem Sänger Tooji setzt Norwegen vor allem auf den typischen ESC-Sound und einen gut aussehenden Sänger. Auch wenn er direkt als ESC-Song enttarnt werden kann, könnte Stay meines Erachtens durchaus auch in europäischen Clubs gespielt werden. Mir persönlich aber zu einfältig und langweilig. Die Anrufe werden wohl vorwiegend aus der ungefährlichen Melodie und der Bühnenpräsenz des Sängers resultieren. Ein Kandidat für hinteren Plätze der Top10.



Aserbaidschan: Sabina Babayeva – When The Music Dies

Der Gastgeber tritt zwar mit einer schönen Ballade an. Ob diese die übliche Qualifikationsrunde im Semifinale überstanden hätte, darf zumindest angezweifelt werden. Tolle Sängerin, aber ingesamt ist When The Music Dies sehr belanglos. Wenn überhaupt Top10, dann auf dem 9 oder 10 Platz.

Kommentar verfassen